Grüne Frage: Was bringt im Alltag am meisten fürs Klima?
Welche Veränderungen im Alltag bringen Klima und Umwelt tatsächlich am meisten? Stephanie Hess, annabelle-Expertin für Nachhaltigkeit, zieht zum Abschluss ihrer Kolumne Bilanz.
- Von: Stephanie Hess
- Bild: Death to Stock
Wie ein nachhaltiges Leben aussehen könnte, darüber schrieb ich an dieser Stelle über sechs Jahre lang. Nun werde ich annabelle verlassen und meine Kolumne zu einem Ende bringen. Zum Abschluss möchte ich die vielen kleinen und grossen Fragen dieser Serie auf eine einzige herunterbrechen: Welche Veränderungen in unserem Alltag haben nun tatsächlich den grössten Einfluss auf Klima und Umwelt? Spoiler: Die unbequemen Klassiker führen die Liste weiterhin an.
"Wer als Einzelperson möglichst viel für die Umwelt tun möchte, erreicht mit dem Verzicht aufs Fliegen am meisten"
1.) Als treue Leser:innen wisst ihr bereits: Wer als Einzelperson möglichst viel für die Umwelt tun möchte, erreicht mit dem Verzicht aufs Fliegen oft am meisten. Beim persönlichen Klima-Fussabdruck zählt Fliegen praktisch immer zu den grössten Einzelposten. Dies, weil bei Flugreisen in kurzer Zeit sehr viel fossiler Treibstoff verbrannt wird.
2.) An zweiter Stelle steht die Ernährung. Der wichtigste Hebel liegt in einer überwiegend pflanzenbasierten Ernährung – insbesondere mit weniger Fleisch, ganz besonders Rindfleisch – sowie mit weniger Käse und Butter.
"Der Einfluss des eigenen Handelns hat Grenzen. Mindestens genauso wichtig sind politische Entscheidungen"
3.) An dritter Stelle folgen ein möglichst autofreier Alltag sowie der Ersatz fossiler Heizstoffe. In einem Land der Mieter:innen, wie es die Schweiz ist, können jedoch viele auf Letzteres kaum Einfluss nehmen.
3.) An vierter Stelle folgt ein reduzierter und bewusster Konsum von Elektronik, Kleidern und Möbeln. Nicht vergessen: Der Einfluss des eigenen Handelns hat Grenzen. Mindestens genauso wichtig sind politische Entscheidungen, die nachhaltiges Verhalten zur einfachsten Wahl machen – oder sie überhaupt erst ermöglichen.
Stephanie Hess, Leiterin Reportagen und Autorin des Ratgebers «Ökologisch!» (Beobachter-Edition, 2020), hat an dieser Stelle während sechs Jahren Antworten auf eure grünen Fragen gesucht. Dies ist die letzte Ausgabe ihrer Kolumne.
Danke 🙏 . Das eigene Geld klimafreundlich zu investieren gehört wohl auch noch in diese Liste oder 🙂?
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MENSCH – KLIMA – UMWELT
Der Mensch macht sich die Erde Untertan,
getrieben vom ewigen Wachstumswahn.
Autos werden größer, Straßen breiter,
die Wälder dagegen schrumpfen weiter.
Es ist höchste Zeit für uns, zu handeln,
endlich uns’ren Lebensstil zu wandeln.
Was nützen Wohlstand und alles Geld,
wenn am Ende kollabiert die Welt?
Vielen Tieren Lebensraum,
für den Sauerstoff ein Quell,
für gesundes Klima essenziell;
das ist unser Freund, der Baum.
Ohne Bäume in Wald und Flur
wär‘ die Erde ein öder Planet nur.
Wir sehnen uns nach diesem Grün,
der Zeit, wenn wieder Bäume blüh’n.
Wir wollen wandeln durch Alleen,
das Blätterdach so wunderschön.
Jeder Baum, der zum Opfer fällt,
macht etwas ärmer uns’re Welt.
Tornados, Hitze, Wassernot;
Feuer wüten in Wald und Flur.
Das Wetter gerät aus dem Lot,
Klimawandel zieht seine Spur.
Borkenkäfer in der Kiefer,
auch zur Fichte zieht Geziefer.
Statt sattes Grün und Waldeslust,
kranke Bäume und Försters Frust.
Profitgier lässt Wälder schwinden,
fördert weltweit Umweltsünden.
Die grüne Lunge des Planeten
in Gefahr, da hilft kein Beten.
Zu viele Buchen und Eichen
mussten schon der Kohle weichen.
Retten wir den herrlichen Wald,
bewahren die Artenvielfalt.
Kämpfen wir für Mutter Erde,
dass sie nicht zur Wüste werde.
Man produziert und produziert,
plündert Ressourcen ungeniert.
Gewinnmaximierung ist Pflicht,
die intakte Natur zählt nicht.
Börsenkurse steh’n im Fokus,
Umweltschutz in den Lokus.
Plastikflut und Wegwerftrend,
man konsumiert permanent.
Von Müllvermeidung keine Spur,
Unrat verschandelt Wald und Flur.
Unser westlicher Lebensstil
taugt nicht als Menschheitsziel.
Die Jagd nach ewigem Wachstum
bringt letztlich den Planeten um.
Das oberste Gebot der Zeit
muss heißen Nachhaltigkeit.
Statt nur nach Profit zu streben,
im Einklang mit der Natur leben.
Der Mensch, dieses kluge Wesen,
kann im Gesicht der Erde lesen.
Er sieht die drohende Gefahr,
spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
Homo sapiens muss aufwachen,
seine Hausaufgaben machen.
Wir alle stehen in der Pflicht,
maßvoll leben ist kein Verzicht.
Teilen und Second Hand der Trend,
Repair vor Neukauf konsequent.
Bei allem etwas Enthaltsamkeit,
nehmen wir uns die Freiheit.😉
Mit Tempolimit auf der Autobahn
und Emissionshandel ist’s nicht getan.
Für Energieerzeugung und Verkehr
müssen zukunftsfeste Lösungen her.
Die Natur schützen, Raubbau beenden,
das Anthropozän zum Guten wenden.
Ökonomie und Ökologie im Verein,
der Blaue Planet wird uns dankbar sein.
Für die Zukunft des Planeten,
weg mit Panzern und Raketen.
Lasst die weißen Tauben fliegen,
Aggression und Hass besiegen.
Keiner ist des Anderen Knecht,
Für alle gilt das Menschenrecht.
Die Leute legen ab den Neid,
die Religionen ihren Streit.
Fromme und Heiden sind vereint,
uns’re Sonne für alle scheint.
Jeder kann glauben was er will,
Frieden und Freiheit unser Ziel.
Rainer Kirmse , Altenburg
Herzliche Grüße aus Thüringen
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