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Das neue Heft ist da: Barbara Loop über Reisen

Das neue Heft ist da: Barbara Loop über Reisen

Ab heute liegt die neue Ausgabe der annabelle am Kiosk. Lest hier das Editorial von Chefredaktorin Barbara Loop.

  • Von: Barbara Loop
  • Cover: Anna Victoria Best c/o PM Artists; Collage: annabelle

Am Abend sitze ich länger draussen als geplant. Das Licht bleibt. Die Gespräche auch. Die Stadt wird weich. Die Menschen tragen weniger Stoff und mehr Zuversicht. Selbst das, was festgefügt scheint, gerät noch einmal in Bewegung. Es ist Sommer, die Zeit des Aufbruchs.

In dieser annabelle-Sommerausgabe nehmen wir euch mit auf Reisen. Denn Reisen bedeutet mehr, als von einem Ort zum anderen zu gelangen. Wer reist, gewinnt Distanz zu sich selbst und den eigenen Gewohnheiten. Man entdeckt Möglichkeiten, lässt sich von Illusionen tragen wie von salzigen Wogen und erkennt, dass fast alles auch anders sein könnte. Dass Gewissheiten oft nur Gewohnheiten sind.

Eine solche Reisende ist annabelle-Art-Director Marcella Hasters. Ihre Reiselust hat sie und ihre Familie schon mehrfach um die Welt geführt. In diesem Heft berichtet sie von einem Tagesausflug nach Panama während eines Aufenthalts in Sri Lanka. Wie das möglich ist? Lest ihr im neuen Heft.

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"Auch das ist eine Reise: nicht in die Ferne, sondern in eine neue Art, die Welt wahrzunehmen"

Die Hirtinnen aus unserer Fotoreportage in der aktuellen Ausgabe verbringen die langen Tage des Sommers draussen, allein mit ihren Tieren. «Mit der Zeit verändert sich die Wahrnehmung», sagt Hirtin Eliane Haldimann. «Ich sehe und höre alles, achte auf das Wetter, die Tiere und die Umgebung.» Auch das ist eine Reise: nicht in die Ferne, sondern in eine neue Art, die Welt wahrzunehmen.

Auch Reporter:innen sind Reisende. Esther Göbel reiste bis nach Thailand, um die globalen Verstrickungen des Eizellhandels zu verstehen. Ihre Reportage im aktuellen Heft zeigt die Schattenseiten einer Industrie, die dort, wo Gesetze fehlen oder missachtet werden, ihre dunkelsten Blüten treibt – und wirft Fragen auf, denen sich auch die politische Schweiz stellen muss, wenn in diesem Herbst die Aufhebung des Eizellspendeverbots zur Debatte steht.

Manchmal führt uns die Reise nicht in ein anderes Land, sondern in ein neues Leben. Mit dieser Ausgabe verabschieden wir annabelle-Reportageleiterin Stephanie Hess. Sie verlässt die Redaktion, um Berufsmittelschullehrerin zu werden. Es liegt eine feine Ironie darin, dass ausgerechnet sie sich in ihrem Essay in dieser Ausgabe auf die Suche nach dem Mitgefühl macht, das ihr abhandengekommen sei.

Denn wir haben Steffi als Kollegin mit scharfem Verstand und grossem Herz erlebt, deren Liebenswürdigkeit und Optimismus wir vermissen werden. Ihr Beitrag ist eine kluge Reise nach innen und eine Erinnerung daran, dass Mitgefühl ein Entscheid ist für Offenheit und Aufbruch.

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