Brida von Castelberg: "Auf meiner Diplomurkunde stand: Herr Dr. von Castelberg"
In der dritten Folge des annabelle-Podcasts "Queens" spricht Chefredaktorin Barbara Loop mit der visionären Ärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Brida von Castelberg
- Von: Barbara Loop
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In der dritten Folge des annabelle-Podcasts «Queens» erzählt die «aufmüpfigste Chefärztin» der Schweiz, warum sie sich trotz ihres Engagements für die Gleichstellung nicht als Feministin bezeichnet und weshalb sie bis heute für eine Medizin kämpft, in der der Mensch und nicht das Geld im Mittelpunkt steht.
Brida von Castelberg prägte die Schweizer Frauenmedizin über Jahrzehnte hinweg. Als Chefärztin der Frauenklinik am Zürcher Triemli-Spital setzte sich die heute 73-Jährige nicht nur für die Gesundheit von Frauen ein, sondern auch für mehr Menschlichkeit im Gesundheitswesen. Lange bevor flexible Führungsmodelle verbreitet waren, führte sie auf Chefarztstufe ein Jobsharing-Modell ein und wurde damit zur Pionierin für moderne Arbeitsformen. Brida von Castelberg machte die Frauenklinik Triemli zu einem Ort, an dem Frauen gerne arbeiten und sich Patientinnen wohlfühlen – sehr zum Spott jener, die von einer «Wohlfühlklinik» sprachen.
Bekannt wurde die Gynäkologin aber auch als kritische Stimme in gesellschaftspolitischen Debatten: Sie mischte sich ein, wenn es um Patient:innen, die Ökonomisierung der Medizin oder die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ging. Und sie tut dies auch noch heute, 13 Jahre nach ihrer Pensionierung.
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Dieser Podcast wird unterstützt von PostFinance. Das Schweizer Finanzinstitut macht sich für Gleichstellung stark und gibt Vorbildern eine Plattform.